Stellungnahme «Die amtliche Registrierung des Geschlechts»

Das amtliche Geschlecht ist Schlüssel für die Zuteilung von Ansprüchen, Schutzmassnahmen sowie Rechten und organisiert die Gesellschaft. Die heutige Regelung vermag die Vielfalt von Geschlechtsidentitäten jedoch nicht abzubilden und lässt fundamentale Interessen von Menschen mit nichtbinärer Geschlechtsidentität sowie transidenten und intergeschlechtlichen Menschen ausser Acht.

Zur Stellungnahme

Aktuelle Themen

Revision FMedG

Der Bundesrat hat Ende Januar 2025 entschieden, dass das Fortpflanzungsmedizingesetz (FMedG) umfassend überarbeitet werden soll (Link). Im Zentrum der Revision steht die Zulassung der Eizellenspende, wie es die Motion 21.4341 WBK-N "Kinderwunsch erfüllen, Eizellenspende für Ehepaare legalisieren" verlangt. Zudem soll u.a. die Ei- und Samenzellenspende auch für unverheiratete Paare ermöglicht werden. Die NEK beteiligt sich im begleitenden Fachausschuss des BAGs und erarbeitet aktuelle eine neue Stellungnahme zum Thema.

Medikamentenpreise

Medikamente können die Lebensdauer oder Lebensqualität kranker Personen positiv beeinflussen und Krankheiten heilen. Sie machen zugleich einen nicht unerheblichen Teil der Gesundheitskosten aus. Ihr Preis kann einerseits ein Hindernis für den Zugang zu einer angemessenen Behandlung darstellen, anderseits auch zu einer finanziellen Belastung für die Solidargemeinschaft werden. Die NEK befasst sich mit dieser Problematik im Rahmen des Postulats Nr. 23.4342 unter dem Gesichtspunkt der Verteilungsgerechtigkeit.

Autonomie in der Medizin

Autonomie zählt zu den zentralen medizinethischen Prinzipien.

Die NEK reflektiert die damit verbundenen Aspekte und Herausforderungen unter anderem gemeinsam mit der Zentralen Ethikkommission der SAMW in einer mehrjährigen Tagungsreihe.

Weitere Informationen

 

Kontakt

Geschäftsstelle der NEK

info(at)nek-cne.admin.ch 
Tel.: +41 58 469 77 64 (Di-Fr)

Postadresse

Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin
c/o Bundesamt für Gesundheit
CH-3003 Bern

Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin

Die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) ist 2001 vom Bundesrat eingesetzt worden. Sie ist eine unabhängige Expertenkommission und berät die Behörden aus ethischer Sicht im Bereich der Humanmedizin.

Die Kommission besteht aus 15 Mitgliedern. Seit 2024 leitet Prof. Dr. theol. Markus Zimmermann die Kommission als Präsident.

Neue Technologien in der Medizin eröffnen unter anderem neue Möglichkeiten der Fortpflanzung und der Lebensplanung, welche grundsätzliche Fragen über Tod und Leben, die Zukunft des Gemeinwesens wie auch den Nutzen der wissenschaftlichen Forschung aufwerfen. Die NEK versteht sich als Instrument des modernen Rechtsstaats und der Demokratie. Sie greift aktuelle Diskussionen auf und analysiert diese aus ethischer Perspektiv. Im Vordergrund der Kommissionsarbeit stehen die Erarbeitung von Stellungnahmen sowie die Kommunikation mit der Öffentlichkeit.