Die NEK veröffentlicht die Sitzungsprotokolle im Zusammenhang mit der Erarbeitung ihrer Stellungnahme zur medizinischen Behandlung von minderjährigen Personen mit einer Geschlechtsdysphorie
09.03.2026
Die NEK hat im Dezember 2024 nach über zweijähriger Beratung ihre Stellungnahme Nr. 43 «Medizinische Behandlung von minderjährigen Personen mit einer Geschlechtsdysphorie – Ethische und rechtliche Erwägungen» veröffentlicht. Darin hält sie fest, dass Behandlungsentscheide im Kontext einer Geschlechtsdysphorie komplexe Güterabwägungen beinhalten und einer sorgfältigen Risiko-Nutzen-Analyse in jedem Einzelfall bedürfen.
Die Stellungnahme wurden nach der Veröffentlichung auf verschiedenen Fachkongressen vorgestellt und diskutiert, unter anderem an einem runden Tisch im Rahmen der International Conference On Clinical Ethics and Consultation (ICCEC) in Lausanne (04.06.2025), am NEC-Forum der europäischen Ethikgremien in Warschau (27.07.2025), auf dem Kongress der European Society for Child and Adolescent Psychiatry (ESCAP) in Strasbourg (01.07.2025) sowie an der Jahreskonferenz der European Professional Association for Transgender Health (EPATH) in Hamburg (05.09.2025). Die Rückmeldungen aus Fachkreisen sind überwiegend positiv, sowohl innerhalb der Schweiz als auch international. Auch die Fachgesellschaften zeigten ein grosses Interesse an den Ausführungen der NEK zu diesem medizinisch und ethisch komplexen Thema. Darüber hinaus sind seit der Veröffentlichung verschiedene Anfragen von Privatpersonen und zivilgesellschaftlichen Organisationen bei der Geschäftsstelle der NEK eingegangen. Darunter im Dezember 2025 ein Gesuch auf der Basis des Bundesgesetzes über das Öffentlichkeitsprinzip der Verwaltung (BGÖ) zur Einsicht in alle Unterlagen, die den Entstehungsprozess der Stellungnahme dokumentieren.
Die NEK hat sich entschieden, aus Gründen der Transparenz die angeforderten Protokolle auf ihrer Webseite allen interessierten Personen zugänglich zu machen. Sie dokumentieren einen mehr als zweijährigen Beratungsprozess zu einem medizinisch, gesellschaftlich und ethisch höchst komplexen und zudem stark politisierten Themenbereich. Die NEK erhofft sich, mit ihrer Stellungnahme einen Beitrag zu einem sachlicheren, evidenzbasierten Diskurs zu leisten, der sich an den Rechten und dem Wohl der betroffenen Personen orientiert und darauf hinwirkt, die erforderlichen gesellschaftlichen und medizinischen Rahmenbedingungen zur bestmöglichen Begleitung und Versorgung dieser Personen zu schaffen.
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Letztes Update: 18.05.2026
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