Stellungnahme Samenspende

Die künstliche Befruchtung mit einem Samenspender wird seit langem als medizinisch assistierte Reproduktionstechnik eingesetzt. Sie wirft jedoch weiterhin große medizinische, rechtliche, ethische und gesellschaftliche Herausforderungen auf, wie Gleichbehandlung und Nichtdiskriminierung oder persönliche Freiheit.

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Arbeitsthemen

Amtliches Geschlecht

Auf nationaler und internationaler Ebene wird die Frage diskutiert, ob die Erwähnung des Geschlechts aufgegeben oder neue Geschlechterkategorien im Personenstand eingeführt werden sollen. In diesem Zusammenhang hat das Bundesamt für Justiz (BJ) die NEK gebeten, ein Positionspapier zu diesem Thema zu verfassen. Die Kommission nutzt daher diese Gelegenheit, um sich zu den ethischen und rechtlichen Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Entwicklung zu äußern.

Arzneimittelpreise

Medikamente können die Dauer oder die Lebensqualität der Patienten oder sogar ihre vollständige Genesung verbessern. Sie machen jedoch einen erheblichen Teil der Kosten des öffentlichen Gesundheitswesens aus und ihr Preis kann für einige ein Hindernis für den Zugang zu einer angemessenen Behandlung darstellen. Für andere handelt es sich um eine manchmal übermäßige Belastung der Gesellschaft. Die NEK behandelt dieses Thema aus der Perspektive der Verteilungsgerechtigkeit.

Autonomie in der Medizin

Autonomie zählt zu den zentralen medizinethischen Prinzipien.

Die NEK reflektiert die damit verbundenen Aspekte und Herausforderungen unter anderem gemeinsam mit der Zentralen Ethikkommission der SAMW in einer mehrjährigen Tagungsreihe.

Weitere Informationen

 

Kontakt

Geschäftsstelle der NEK

info(at)nek-cne.admin.ch 
Tel.: +41 79 638 75 62 (Mo-Do)

Postadresse

Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin
c/o Bundesamt für Gesundheit
CH-3003 Bern

Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin

Die Nationale Ethikkommission im Bereich der Humanmedizin (NEK) ist 2001 vom Bundesrat eingesetzt worden. Sie ist eine unabhängige Expertenkommission und berät die Behörden aus ethischer Sicht im Bereich der Humanmedizin.

Die Kommission besteht aus 15 Mitgliedern. Seit 2016 ist Prof. Dr. iur. Andrea Büchler Präsidentin der Kommission; Vizepräsident ist Prof. Dr. theol. Markus Zimmermann.

Neue Technologien in der Medizin eröffnen unter anderem neue Möglichkeiten der Fortpflanzung und der Lebensplanung, welche grundsätzliche Fragen über Tod und Leben, die Zukunft des Gemeinwesens wie auch den Nutzen der wissenschaftlichen Forschung aufwerfen. Die NEK versteht sich als Instrument des modernen Rechtsstaats und der Demokratie. Sie greift aktuelle Diskussionen auf und erläutert diese. Im Vordergrund der Kommissionsarbeit stehen die Erarbeitung von Stellungnahmen sowie die Kommunikation mit der Öffentlichkeit.